KOBUDO – Die alten Kriegskünste

(Ko – alt, auch: klein; Budo – Kriegskunst, Weg des Krieges)

Unter Kobudo werden gemeinhin die Kampfkünste mit Waffen zusammengefasst, die sich vor allem ab ca. dem 15. Jahrhundert auf Okinawa entwickelt haben. In dieser Zeit war der Besitz von „richtigen“ Waffen wie Schwertern von den jeweiligen Herrschern und Besatzern strengstens verboten.

Um sich gegen die Übergriffe der Obrigkeit doch zur Wehr setzen zu können, wurden als Waffen Gegenstände aus dem Alltag zur Verteidigung eingesetzt – alles was damals zur Hand war und nicht offensichtlich eine verbotene Waffe darstellte. Im Gegensatz zum waffenlosen, späteren Karate wurde Kobudo nicht hauptsächlich vom Adel sondern vor allem auch aus den niedrigeren Bevölkerungsschichten wie Bauern, Fischern und Handwerkern heraus entwickelt.

Im Rahmen der GKBA e. V. wird Sochin-Ryu-Kobudo betrieben, das von Dai-Shihan Jim van der Wielle, 10. Dan, zusammengestellt wurde. Wie in den meisten anderen Kobudo-Stilrichtungen auch, stellen die Kata mit den einzelnen Waffen einen wichtigen Bestandteil der Stilrichtung dar. Ebenso werden Selbstverteidigungstechniken Waffe gegen Waffe geübt, wie auch Bunkai und Kumite.

Zu den Waffen im Sochin-Ryu-Kobudo zählen: Bo (Langstock), Tonfa (Schlagstock), Kama (Sichel) und Sai (Dreizack). Im Fortgeschrittenbereich kommen hinzu: Naginata (Lanze), Eku (Ruder), Jo (mittellanger Stock), Nunti-Bo (Speer), Nitan-Bo (Doppelkurzstock) und Nunti-Sai (Vierzack). Daneben wird auch waffenlos, mit Kurzstock, Messer, Gürtel, Kabel, Zeitung etc. trainiert – eben mit allem, was als Waffe verwendbar ist und auch im heutigen Alltag leicht zur Hand ist.

Das aktuelle Prüfungsprogramm ist unter „Download“ zu finden.

Bei Interesse, Neugierde oder Fragen zu Kobudo, zu Lehrgängen, Prüfungen, Probetraining etc. am besten einfach per E-Mail an den Stilrichtungsbeauftragten wenden …

Stilrichtungsbeauftragter der GKBA e. V. für Kobudo:

Dr. Florian Koller
Kun-Tai-Ko Dojo Brannenburg
ktk-kobudo(at)gmx(dot)de
 

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