IAIDO - oder der Weg des Schwertziehens

Iaido, die Wiege des Schwertkampfes …

… ist seit mehreren Jahrhunderten in Japan als IAIJUTSU (Schwertziehtechnik) bekannt. Bis zum Jahre 1867 bestanden dort ca. 200 verschiedene Stile oder Schulen (Ryu).
Im Jahre 1876 wurde das öffentliche Tragen von Schwertern verboten. Bereits 1871 hatte man den Stand der Samurai abgeschafft. Im Hintergrund jedoch wurden viele Stile und Techniken trainiert und weitergegeben. Heute üben sich ca. 350.000 Japaner in der Kunst des Iaido. Erst im Jahre 1965 wurde Iaido in Europa durch Hiroo Mochizuki eingeführt.

Das Iaido-Training umfasst Basiswissen im Umgang mit dem Katana, die Grundtechniken der Schwertführung, Bestandteile und Pflege des Schwertes und – je nach Stilrichtung – Übungen mit dem Partner.

Im Prinzip ist die Schwertkampfkunst die immerwährende Auseinandersetzung des Schülers mit all seinen Fehlern und Schwächen, die in der Vorführung der Übungen offensichtlich werden.

Das strenge Zeremoniell entspricht der Philosophie des Herkunftslandes.
So ist jede Bewegung, oft auch der Ausdruck des Gesichtes und der Lautsprache, die Konzentration auf die Übung und der eigentlich nie geschehene Kampf mit dem Gegner genauestens reglementiert.

Shin-Ken-Ryu-Do – ein Stil

Shin-Ken-Ryu-Do ist die Fertigkeit des schnellen Ziehens der Waffe, in jeder Lage (stehend, kniend, sitzend, liegend oder gehend), die Kunst der Ausweichbewegungen im Angriff und der Verteidigung sowie der Aspekt der Selbstverteidigung mit und ohne Waffe mit dem Ziel, den ersten entscheidenden Treffer gegen einen oder mehrere Gegner anzubringen.

Nachdem die wenigsten Stile Partnerübungen beinhalten und  wenn, dann auch oft nur im Kata-Bereich, wird im SHIN-KEN-RYU-DO die allumfassende Handhabung des Schwertes und – darüber hinaus – auch das effektive Verhalten ohne dem Schwert gelehrt.

Stilrichtungsreferent IAIDO:

N.W. Punzet, Shihan
World-Vize-Präsident WKBA

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